Ratgeber · aktualisiert am 01.10.2026 · 3 Min. Lesezeit
Pastamaschine reinigen: Walze und Extruder pflegen
Teigreste aus Walzen und Formscheiben entfernen: Erfahre, worauf du bei Handkurbel, Motor und Extruder achtest und warum die Anleitung zählt.
„Homemade fresh pasta (spaghetti) by Camille (Unsplash)“ von davide ragusa davideragusa · CC0 1.0
Nach frischer Pasta bleibt Teig an Rollen, Schneidern oder Formscheiben zurück. Wie du ihn entfernst, hängt stark von der Bauart ab. Der wichtigste Schritt ist deshalb immer die Anleitung des eigenen Modells. Ein Satz wie „Pastamaschinen sind spülmaschinenfest“ wäre zu grob: Bei einem Gerät können einzelne Teile geeignet sein, während das Gehäuse trocken bleiben muss.
Erst die Bauart erkennen
Eine Walze hat Rollen und oft einen Schneideaufsatz. Reste sitzen an Kanten und in schmalen Zwischenräumen. Ein Extruder besitzt eine Mischkammer und eine Matrize mit vielen Öffnungen. Dort können Teigpartikel besonders hartnäckig sein. Bei einer Motorwalze kommt zusätzlich ein elektrischer Antrieb hinzu, der nach Vorgabe des Herstellers behandelt werden muss. Lege die Anleitung griffbereit und sieh nach, welche Teile abgenommen werden dürfen.
Trenne elektrische Geräte vor jeder Reinigung vom Strom, wie es die jeweilige Anleitung verlangt. Entferne nichts mit Kraft. Wenn sich ein Bauteil nicht leicht lösen lässt, prüfe den vorgesehenen Entriegelungsweg. Scharfe Metallgegenstände können Oberflächen oder kleine Öffnungen beschädigen. Eine weiche Bürste, ein vorgesehenes Reinigungswerkzeug oder ein Tuch sind häufig die schonendere Wahl, sofern die Anleitung sie erlaubt.
Walzen: Teigreste aus den Zwischenräumen
Bei Walzen lässt sich trockener, nicht mehr klebriger Teig oft leichter entfernen als eine feuchte Masse. Drehe die Rollen nur so, wie es die Bedienungsanleitung vorsieht, und bürste sichtbare Reste aus zugänglichen Bereichen. Prüfe auch Schneideaufsätze, denn dort bleiben feine Streifen hängen. Die GEFU PASTA PERFETTA ist laut Hersteller nicht spülmaschinengeeignet. Das bedeutet, dass du die Hinweise zur Handreinigung genau lesen solltest.
Auch die GEFU DE LUXE und GEFU EXCELLENCE sind laut ihren Herstellerseiten nicht spülmaschinengeeignet. Das ist ein klarer Hinweis für die Kaufentscheidung, besonders wenn du Geräte sonst gern in der Maschine reinigst. Folge beim Abwischen und Trocknen der konkreten Anleitung, damit keine Feuchtigkeit im Inneren bleibt. Mehlreste auf der Arbeitsfläche lassen sich mit einem Teigschaber sammeln, bevor sie in die Walze geraten.

Extruder: Kammer und Formscheiben
Ein Extruder hat mehr Einzelteile. Nimm die Komponenten in der vom Hersteller beschriebenen Reihenfolge auseinander. Entferne Reste aus der Kammer und beachte besonders die Öffnungen der Formscheiben. Wenn dein Gerät mit einer passenden Reinigungsbürste oder einem Werkzeug geliefert wird, nutze es nach Anleitung. Kontrolliere die Teile im Licht, bevor du sie wieder einsetzt. Kleine Reste übersieht man leicht, wenn die Matrize dunkel oder tief profiliert ist.
Der Philips 7000 Series nennt spülmaschinenfeste abnehmbare Teile. Daraus folgt nicht, dass das gesamte Gerät in die Spülmaschine darf. Prüfe die genaue Liste der geeigneten Bauteile und das Programm in der Anleitung. Die Rommelsbacher PM 220 beschreibt sich als zerlegbar zur leichten Reinigung. Auch hier sagt „zerlegbar“ nichts über die Spülmaschine; die Anleitung gibt die sichere Methode vor.
Beim nächsten Mal weniger Aufwand
Eine passende Teigkonsistenz hilft indirekt beim Reinigen. Sehr klebriger Teig bleibt eher an Teilen hängen; bröselige Masse kann sich in kleinen Öffnungen sammeln. Passe dein Rezept an die Bauart an und gib Flüssigkeit kontrolliert zu. Im Artikel Teig für Walze und Extruder beschreiben wir die unterschiedlichen Ziele. Lege außerdem vor dem Start einen freien Platz für ausgebaute Teile bereit. So verwechselst du nichts und kannst nach dem Einsatz alles vollständig trocknen lassen.
Verstaue das Gerät erst, wenn alle erlaubterweise gereinigten Teile trocken sind. Bewahre Matrizen und Aufsätze so auf, dass sie nicht aneinanderstoßen und du sie beim nächsten Mal wiederfindest. Ein Blick auf die gereinigte Maschine kostet wenig Zeit und verhindert, dass eingetrocknete Reste erst beim nächsten Pastaabend auffallen. Wenn du verschiedene Formen häufig wechselst, lohnt eine feste Reihenfolge beim Zerlegen und Zusammenbauen.
Fazit
Die richtige Reinigung ist modellabhängig. Walzen verlangen Aufmerksamkeit an Rollen und Schneidern, Extruder an Kammer und Matrizen. Bei Motoren gelten zusätzliche Hinweise für elektrische Teile. Nimm Herstellerangaben zu spülmaschinenfesten Komponenten wörtlich und übertrage sie nicht auf das ganze Gerät. Im Vergleich der Bauarten findest du auch den unterschiedlichen Pflegeaufwand als Kaufkriterium.
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